Programme

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Unsere 20 schönsten Zahn­techniker­Innen­lieder

Ein Selbstreflexiönchen

2018

Unsere 20 schönsten Zahn­techniker­Innen­lieder

Nach über 27 Jahren gesellschaftskritischen Chorgesangs war es einmal Zeit zu fragen, was uns eigentlich antreibt. Warum stellen wir uns gegen das „Böse in der Welt“, erheben unsere Gegenstimmen, leisten Widerstand, handeln also politisch? Als zentrales Handlungsmotiv erscheint dabei, Ängste überwinden zu wollen. Was Fragen aufwirft: Sind wir überhaupt das Zoon politikon; sind wir wirklich „die Guten“, für die wir uns halten?

Die Bitte an den Chor war, in je fünf knappen Antworten anonym Auskunft zu geben, „wie es mir gerade geht“ und „wovor ich Angst habe“. 500 authentische Zeilen von 50 Sängerinnen und Sängern wurden zu 50 Texten collagiert und dramaturgisch zu 29 Liedtexten verdichtet. Die Fragen ließen Berührendes, Besorgniserregendes, Neurotisches, Persönliches und Selbstironisches erwarten, doch diese Dichte überraschte selbst uns.

22 KomponistInnen aus den Bereichen neue Musik, Jazz und Songwriting haben die Texte vertont. Wir konnten nur staunen, was sie aus dem Material gemacht haben. Komponiert haben Oskar Aichinger, Georg Breinschmid, Tanja Brüggemann-Stepien, Christoph Cech, Melissa Coleman, Johanna Doderer, Erke Duit, Viola Falb, Elisabeth Flunger, Benjy Fox-Rosen, Maria Gstättner, Katharina Klement, Monika Lang, Julia Maier, Claudia Mitscha-Eibl, Pia Palme, Andi Riedl, Gerald Schuller, Ángela Tröndle, Šimon Vosecek; Wolfram Wagner und Nika Zach.

Die Vielzahl musikalischer Handschriften führte die Programmgruppe zu der Idee, mittels einer dritten, visuellen Ebene Reibungen auszugleichen und einen vermittelnden Bogen zu spannen. Dieser wahrhaft spannende Schaffensprozess berechtigte, an ein überzeugendes Ergebnis zu glauben.

Der Chor singt unter der Leitung von Stefan Foidl, begleitet von einem Streichtrio mit Joanna Lewis an der Violine, Julia Purgina an der Viola und Mara Achleitner am Cello. Lies Kato verdichtete die Wortspenden zu Liedtexten, für die Dramaturgie wurde Bettina Turi-Ostheim gewonnen, die Visuals zeichnete Birgit Kellner.