Programme

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PEACE.ZACK.BUMM

2027

Friedlicher Widerstand oder Gewalt als Mittel zum Zweck? Wer hat recht? Gibt es eine Wahrheit? Und wie gehen wir mit der Meinung der anderen um? Eine Auseinandersetzung.

Vor dem Hintergrund der erschreckenden geopolitischen Veränderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen, aber auch bestehender Machtstrukturen, fragen wir uns:

  • Soll man Gewaltbereitschaft unterstützen oder bedingungslos mit friedlichen Mitteln kämpfen?

Eindeutig Position zu beziehen ist gar nicht so leicht. Gleichzeitig hat sich eine Unversöhnlichkeit und ein Schwarz-Weiß-Denken im direkten Miteinander breitgemacht. Auf der einen Seite überzeugte Pazifist:innen, auf der anderen Seite Verfechter:innen von widerständiger Gewalt. Fußen tiefgreifende Errungenschaften der Vergangenheit, wie etwa jene im Gefolge der französischen Revolution, nicht auf brutaler Gewalt? Doch heiligt der Zweck jemals die Mittel, fragen wir und singen nach Berthold Brecht/Hanns Eisler die letzte Variation der Fuge „Gegen den Krieg“, eines der zentralen antifaschistischen und antimilitaristischen Chorwerke des 20. Jahrhunderts.

In traditionellen und ganz neuen Vertonungen, vor allem von unserer Chorleiterin Monika Lang exklusiv für dieses Programm geschrieben, erkunden wir das Spannungsfeld zwischen „Gewaltfreuen“ und „Gewaltfreien“ mit ernsten, fröhlichen, aber auch tiefschwarzen zeitgenössischen Kompositionen quer durch die Jahrzehnte. Wir fragen uns, auf welcher Seite wir eigentlich stehen („Which side are you on?“ von Forence Reece/FreiFreuFraun) und zeigen Strategien der Selbstermächtigung mit „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ von Angi Domdey/Schneewittchen auf („Zieh die Schuhe aus, die schon so lang dich drücken. Lieber barfuß lauf, aber nicht auf ihren Krücken“).

Die Premiere findet am 23.1.2027 im Ehrbarsaal statt, Details zu weiteren Auftritten folgen.

Musikalische Leitung: Monika Lang
Dramaturgie: Lies Kató
Regie: Nika Sommeregger